Die Nordsee
Nordseeklima
Die Nordsee bzw. die Nordseeinseln werden durch ein maritimes Klima charakterisiert, d. h. milde Winter und mäßig warme Sommer. An der Nordsee herrschen geringe Tages- und Jahresschwankungen in der Temperatur, hohe gleich bleibende relative Luftfeuchtigkeit und hohe Luftqualität (mineralienreich, allergen- und pollenfrei), die sich schonend auf den Menschen auswirken. Hingegen gehören hohe Windgeschwindigkeiten (Windstärke zwischen 7 und 10 Bft) und hohe UV-Exposition zu den reizklimatischen Faktoren.
Tourismus an der Nordsee
Übernachtungen (2006):
Reisezeiten: Zwei Drittel (65%) aller Urlauber fahren im Sommer an die deutsche Küste, 15-18% im Frühjahr und Herbst und 2% in den Wintermonaten
Wirtschaftsfaktor Tourismus: Die durchschnittliche Größe der gewerblichen Betriebe liegt in den niedersächsischen Küstenreisegebieten zwischen 35 (Ostfriesische Inseln) und 46 Betten (Cuxhavener Küste), an der schleswig-holsteinischen Nordsee bei 29 Betten. Nur wenige Gemeinden (z.B. Norddeich, Cuxhaven, Büsum und St. Peter-Ording) haben sich am Festland zu touristischen Zentren entwickeln können. Westerland auf Sylt, Wyk auf Föhr, Amrum, St. Peter-Ording und Büsum vereinen 80% aller Übernachtungen des gesamten Raumes auf sich. Dabei finden rund 40-50% der Übernachtungen zwischen dem Zeitraum von Mitte Juni bis Ende August statt. Dies sind rund 90% der Übernachtungen im Sommerhalbjahr von April bis Oktober. An der Westküste Schleswig-Holsteins trägt der Tourismus 19,4% zum Volkseinkommen bei. Einzelne Tourismuszentren wie Cuxhaven, Büsum, Travemünde, Zingst und Heringsdorf oder die ost- und nordfriesischen Inseln sind mit Anteilen von über 50% praktisch vollständig auf seine Prosperität angewiesen.
Der Großteil der Gäste kommt aus Deutschland, ausländische Gäste machen nur ca. 2%-1% der Gäste aus.
Insgesamt sehen die Gäste der Küstenregionen (Nord- und Ostsee) ihre Reisearten mit Aktivitäten wie Ausflüge (70%), Ausruhen (65%), Landestypische Spezialitäten (63%), Baden (58%) und Wanderungen (48%) wie folgt:
Die Nordsee kann besonders mit großen Stränden (in St. Peter-Ording ist der Strand bis zu zwei Kilometer breit und zwölf Kilometer lang, auf Sylt sogar 40 Kilometer lang) mit sauberem Wasser und sauberer Luft (z.B. auf Helgoland) aufwarten. Dies ermöglicht eine Vielzahl von Outdoor-Aktivitäten, die mit kulturellen und Wellness-Angeboten ergänzt werden.
In Deutschland gibt es nur wenige starke Destinationsmarken. Die Nordsee ist eine davon. Sie ist bereits heute die am stärksten durchgesetzte deutsche Destinationsmarke. Der Begriff „Nordsee“ ruft in den Köpfen der Menschen starke innere Bilder hervor, er ist positiv besetzt und hat einen hohen Bekanntheitsgrad.